Hanauer Hafen trotzt der Corona-Krise: 4,6 Prozent mehr Umschlag im Jahr 2020

Mit 3,04 Millionen Tonnen hat die städtische Hanau Hafen GmbH im vergangenen Jahr 4,6 Prozent mehr Schiffs- und Bahnumschlag erzielt als 2019. „Es ist beeindruckend, wie krisenfest unser Mainhafen ist und sich während der Pandemie durchgängig als verlässlicher Versorger für die Region Rhein-Main gezeigt hat“, bilanziert Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Für die Stadt und ihre BeteiligungsHolding sei die Hafengesellschaft „seit Jahren eine verlässliche Gewinnkonstante“.
Der Umschlag 2020 teilt sich auf in 1,8 Millionen Tonnen auf den Schiffs- und 1,24 Millionen Tonnen auf den Bahnverkehr. Damit sind auf der Schiene 24 Prozent Zuwachs im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen, zu Wasser ein Rückgang von 5,7 Prozent.
Für Ewald Desch, Geschäftsführer der Hanau Hafen GmbH, erklärt sich dieser leichte Rückgang im Schiffsverkehr auch damit, dass im November und Dezember 2020 auf dem Rhein Niedrigwasser herrschte. Das habe sich eher unmerklich auf den Umschlag von Kali sowie Steine und Erden ausgewirkt. In beiden Fällen habe zugleich der Bahnverkehr zugenommen. Positiv zu Buche schlage darüber hinaus, das die Firma Rhenus als größte Hafenanliegerin 2020 zusätzlich Erdaushub und Baustellensand über Hanau abwickelte.
Durch die Wetterlage bedingt sieht Hafenleiter Jörg Krieger auch das Minus von 9,2 Prozent bei der Güterart Düngemittel. Er erklärt es so: „2020 war einfach allgemein gesehen zu trocken.“
Im Bereich Erdöle hat sich der Umschlag im vergangenen Jahr vom Schiff auf die Bahn verlagert, wobei die Gesamtmenge von 1,17 Millionen Tonnen fast gleichgeblieben ist. Der Schiffsanteil macht – mit 20 Prozent Rückgang – noch etwas mehr als die Hälfte der Gesamttonnage aus, während der Bahnanteil um 46 Prozent anstieg.
Die Mineralöl-Erzeugnisse liegen in der Hafen-Statistik für 2020 mit ihrem Gesamtumschlag weiterhin knapp hinter Kali mit 1,24 Millionen Tonnen. Es folgen – mit weitem Abstand – Steine und Erden (inklusive Baustoffe wie Zement) mit knapp 0,25 Millionen Tonnen sowie Sand/Kies/Splitt mit rund 0,21 Millionen Tonnen.
Freilich führte die Corona-Pandemie im Segment Erze und Metallabfälle auch zu einem Einbruch: Wurden 2019 noch 12.800 Tonnen umgeschlagen, waren es 2020 53 Prozent weniger. Hafenleiter Krieger führt das darauf zurück, „dass in vielen Werken Kurzarbeit herrschte“. Der Umschlag mit Roheisen kam im vorigen Jahr sogar völlig zum Erliegen.

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