90 Jahre Hanauer Hafen: OB Kaminsky würdigt „unerschütterlichen Aufbauwillen“ von damals

Hafenbau

Der Hanauer Mainhafen feiert 2014 sein 90-jähriges Bestehen. Seinen Bau von 1921 bis 1924 bezeichnete Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Pressekonferenz als „Meilenstein in der Stadtgeschichte“. Nichts beweise das eindrucksvoller als die zur Hafeneinweihung damals gestiftete Amtskette der Hanauer Oberbürgermeister. Von daher sei es „folgerichtig“, dass die Brüder-Grimm-Stadt bei ihrem größten Fest, dem Bürgerfest vom 5. bis 7. September, mit einer Ausstellung an die Hafenentstehung erinnere. Die Ausstellung zeigt erstmals in dieser Tiefe die Hürden, die Hanaus Stadtobere jahrelang zu überwinden hatten, bis der Hafenbau endlich gelang.
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1913 lagen zwar alle Genehmigungen vor den Hafen zu errichten. Aber der erste Weltkrieg vereitelte das Umsetzen der Pläne. Nach 1918 setzten sich die Auseinandersetzungen zwischen Hanau und Großauheim fort. Der Streit kreiste vor allem um die Enteignung und Eingemeindung von 147 Parzellen auf Großauheimer Gemarkung, auf denen der Hafen weitgehend entstand, zudem um Bedenken wegen Hochwassers in Hanaus Nachbarkommune. Im Juni 1921 begannen die Arbeiten zur Zeit der Massenarbeitslosigkeit. Damit möglichst viele Erwerbslose, nämlich bis zu 600 täglich, mit dem Hafenprojekt ihr Einkommen haben konnten, wurde auf den Einsatz von Maschinen weitgehend verzichtet. Für den Bau des noch heute 950 Meter langen Hafenbeckens waren etwa 470.000 Kubikmeter Erde auszuheben und zu bewegen.
Im Herbst 1924 war der Mainhafen zwar noch nicht völlig fertiggestellt, aber sein Betriebsbeginn war möglich. Diesen feierte die Stadt mit einem dreitägigen Fest vom 24. bis 26. Oktober. Ein Appell des Rathauses an die Bürgerinnen und Bürger Hanaus forderte dazu auf Straßen und Plätze zu schmücken. Zum Programm gehörten Festessen und -konzert, eine Sondervorstellung im Stadttheater – und eine Ausstellung.
„Mit der Ausstellung beim diesjährigen Bürgerfest knüpfen wir an die damalige zur festlichen Eröffnung an, um dieses wichtige Stück Geschichte tiefer im kollektiven Gedächtnis Hanaus zu verankern“, findet OB Kaminsky. Der „damalige unerschütterliche Aufbauwille“ sei beispielhaft für die Entwicklung der Stadt.
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Damit sei die Grundlage dafür geschaffen worden, dass Hanaus Mainhafen heute zu den zehn größten deutschen Binnenhäfen zählt. Diese Logistik-Drehscheibe „im Herzen Deutschlands gelegen und in der Verknüpfung zwischen Atlantik und Schwarzem Meer“, gehöre längst zu den „Charakteristika des Oberzentrums Hanau im Osten des Rhein-Main-Gebiets“.
Im Hanauer Hafen hätten sich Firmen mit Spitzenpositionen in ihren Sparten angesiedelt, - Rhenus als älteste schon im Gründungsjahr 1924. Diesen Unternehmen biete die städtische Hanau Hafen GmbH mit ihrer „schlanken Verwaltung“ die passende Infrastruktur und bringe der städtischen BeteiligungsHolding jährlich sechsstellige Euro-Gewinne.
Kaminsky dankte der Hanau Hafen GmbH für den Aufwand, den sie mit wenig Personal zum Gelingen des diesjährigen Bürgerfestes beitrage; dazu zählen auch Programmpunkte beim Kinderfest. „Wärmstens empfehlen“ könne er eine 45-minütige Hafenrundfahrt vom Festgelände aus und wieder zurück. Denn dabei werde die Vorstellung des Hafens durch das bekannte Hanauer Comedy-Duo „Hiltrud und Karlheinz“ eingespielt. „Allein das ist schon ein Vergnügen, die Hafenrundfahrt erst recht“, verspricht Hanaus Oberbürgermeister.
Weitere Informationen zum Programm des Bürgerfestes sind im Internet zu finden unter www.buergerfest.hanau.de .

www.buergerfest.hanau.de

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