Saarstraße für Lkw einseitig, für Waggons auf nördlichem Bahnübergang ganz gesperrt

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„Eine gute Infrastruktur trägt entscheidend dazu bei, dass der Hanauer Mainhafen auch im Jahr seines 90. Geburtstags wirtschaftlich erfolgreich ist“, erklärt Ewald Desch, Geschäftsführer der Hanau Hafen GmbH (HHG). Dazu zählen die Bahngleise zwischen Hauptbahnhof und Hafenbecken über insgesamt elf Kilometer, die von vier Bahnunternehmen genutzt werden und von der HHG instand zu halten sind. „Hierfür geben wir jährlich rund 150.000 Euro aus“, so Desch weiter. Im jetzigen Jubiläumsjahr der städtischen Hafengesellschaft bis hinein ins Jahr 2015 kommen weitere etwa 200.000 Euro hinzu, um die Gleiseindeckung bei Rhenus neu zu erstellen. Dieser Anlieger ist der älteste an der Kaimauer, nämlich seit Hafeneröffnung 1924.
Die Bahngleise dienen dazu, um jährlich rund 33.000 Eisenbahnwaggons in einem der zehn größten deutschen Binnenhäfen abzufertigen. 36 Weichen und rund 25.000 Schwellen gehören zu dieser Bahninfrastruktur, die regelmäßig zu überprüfen ist. „Dafür nimmt sich unser Hafenmeister Jan Habegger übers Jahr regelmäßig einen Streckenabschnitt vor, den er in Augenschein nimmt“, erläutert Hafen-Betriebsleiter Jörg Krieger.
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Habegger ist dann mit einem Spurmaß unterwegs. An jeder dritten Schwelle ergründet er damit den Innenabstand zwischen den Gleisen. Dabei besteht eine Toleranzschwelle zwischen 1430 und 1470 Millimetern, ideal ist ein Abstand von 1435 Millimetern. „Ist das Spurmaß über- oder unterschritten“, so Krieger weiter, „dann springt der Zug raus oder fällt durch.“ Die 36 Weichen werden von einer Spezialfirma begutachtet, weil hier jeweils viele Messpunkte notwendig sind und der dafür nötige Aufwand für die kleine Hanau Hafen GmbH mit ihren nur fünf Angestellten zu groß wäre.
Bei einem dieser Inspektionsgänge ergab es sich beispielsweise, dass der nördliche Übergang der Hafenbahn in der Saarstraße als Verbindung für Rhenus zu erneuern war. Jetzt im Juli erhielt er auf der Fahrbahn anstelle der üblichen Asphaltdecke und der bisherigen Betonplatte unter den Schienen Teile aus Kunststoff für die Überquerung der Gleise als Bahnübergang. Als Unterbau wurde ein normales Schotterbett errichtet. „Das hat den Vorteil, dass im Bedarfsfall die Kunststoffteile herausnehmbar sind und die Gleise schneller instandgesetzt werden können“, erläutert Krieger. Ein Schienenbruch infolge extremer Schwankungen der Außentemperatur ist wegen des nun besser federnden Unterbaus damit unwahrscheinlicher geworden. Ähnlich verfuhr die Hafengesellschaft bereits beim südlichen Bahnübergang in der Saarstraße und in der Josef-Bautz-Straße.
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Dass ein Schwellentausch aktuell notwendig sei, ergab sich auch beim Inspektionsgang bis fast vor zur Steinheimer Brücke, dort wo in der Canthalstraße die UHG Umschlag- und Handels GmbH Hafenanlieger ist. Hier kam der Hanau Hafen GmbH zugute, dass die Betonkonstruktion der quasi im Weg stehenden Kranbahn abgerissen werden musste, damit Rhenus als UHG-Pächter an dieser Stelle seine Transportwaggons besser rangieren kann. Die Gelegenheit wurde genutzt, um rund 30 Meter Gleisanlage auszubessern.
Heutzutage halten sich Schiffs- und Bahnfracht im Hanauer Hafen mit jeweils rund 1,5 Millionen Tonnen Umschlag pro Jahr ungefähr die Waage. Das war nicht immer so. Erst um das Jahr 1970 – damals bei geringeren Umschlagszahlen – wurde der Bahnverkehr stärker, weil größere Kalimengen aus osthessischen Bergwerken nach Hanau gelangten. Daher mussten die Stadtwerke Hanau, seinerzeit Betreiber des Mainhafens, die Rangieranlage ausbauen. In etwa diese Zeit fiel auch der Brückenbau für die Landesstraße 3309 vom Hanauer Hauptbahnhof nach Großauheim, der statt eines beschrankten Bahnübergangs weitere Rangiergleise mit sich brachte.
Umgekehrt sind Gleise, die früher zusätzlich zum Versandhaus Schwab im Hafengebiet führten, längst ausgebaut, weil sie nicht mehr vonnöten sind.

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