Rhenus profitiert vom Ökoprofit-Programm

Betriebsleiter Walter Schreck (rechts) erläutert Gabriele Schaar von Römer und Uwe Ringel, wie Rhenus vom Projekt Ökoprofit profitiert.
Betriebsleiter Walter Schreck (rechts) erläutert Gabriele Schaar von Römer und Uwe Ringel, wie Rhenus vom Projekt Ökoprofit profitiert.

In der Kantine von Rhenus Logistics im Hanauer Hafen: An der Wand informieren Plakate über verschiedene Möglichkeiten, wie ökologisches Handeln am Arbeitsplatz zugleich ökonomischen Nutzen erzielt. So lässt Rhenus unbeschriftete alte Formular-Rückseiten zu Notizblöcken binden und hat fürs Drucken und Kopieren teils auf wiederverwertetes Papier umgestellt. „Uns ist bewusst geworden, dass der Energieaufwand für weißes Frischwasser-Papier um einiges höher ist als beim Umweltpapier“, erläutert Rhenus-Betriebsleiter Walter Schreck.

Schreck hat eine Bewertungskommission zu Gast, der es in Hanau und Bruchköbel darum geht zu überprüfen, ob acht teilnehmende Unternehmen aus beiden Städten die Kriterien des Projektes Ökoprofit erfüllen. Das haben die Rathäuser der beiden Nachbarstädte angestoßen, um Abläufe bei interessierten Betrieben umweltfreundlicher zu gestalten. Hanau und Bruchköbel haben die Verwaltungskosten übernommen, so dass die teilnehmenden Unternehmen nur die Beratung durch die erfahrene Firma Arqum bezahlen müssen.

Rhenus in Hanau, einer der größten deutschen Binnen-Standorte des weltweit tätigen Hafenlogistikers, gehört ebenso zu diesen Unternehmen wie Galeria Kaufhof, die Sparkasse Hanau, das Technologie- und Gründerzentrum, die Martin-Luther-Stiftung und die Firma Hoppesack in der Brüder-Grimm-Stadt, die städtische Hanau Einkauf GmbH und die Firma Ebbecke in Bruchköbel. Deren aller Ökoprofit-Auszeichnungsfeier findet am 21. November bei der IHK in Hanau statt. Zur Bewertungskommission gehören Bruchköbels Stadtrat Uwe Ringel und Gabriele Schaar-von Römer, die in der Hanauer Rathaus-Stabsstelle Umwelt-Agenda 21 das Projekt Ökoprofit koordiniert.

Nach erster Skepsis habe die Ökoprofit-Teilnahme in den vergangenen Monaten unter den knapp 100 Beschäftigten zu einem „Ideenwettbewerb zwischen den Abteilungen“ geführt, erzählt die Hanauer Rhenus-Niederlassungsleiterin Marianne Drieß-Garrecht. Das fange im Kleinen damit an, dass nicht mehr jede Abteilung ihre eigene Kaffeemaschine habe, was beim Gang zum Kaffeeautomaten im Übrigen auch die interne Kommunikation verbessere.

Eine kleinere Kompressoranlage als die alte, zudem mobil, habe sich als ausreichend erwiesen, so Betriebsleiter Schreck beim Vorstellen des neuen Rhenus-Umweltprogramms weiter. Zudem werde die Abluft der Kompressoranlage in das Rhenus-Absackzentrum geleitet, wodurch dort vornehmlich im Winter weniger zu heizen ist. - Rhenus sackt Steine, Spielplatz-Sand und Streusalz ab.

Ein Palettierautomat wurde so umgebaut, dass mit Hilfe eines neuen Getriebe-Bremsmotors weniger Strom verbraucht und der Bremsenverschleiß stark minimiert wurde. Auf dem Freigelände hat Rhenus 15 Quecksilberdampf-Lampen mit 250 bis 400 Watt einbauen lassen, die zehn alte Strahler mit je 2000 Watt ersetzten. Die Beleuchtung Strom sparend umzustellen, wird auch Aufgabe sein, wenn bei Rhenus 2012 und 2013 Gebäudesanierungen anstehen. Dann plant das Unternehmen auch eine umweltfreundliche Heizungsanlage in einem neu entstehenden Sozial- und Bürogebäude.

Der Hanauer Hafenlogistiker fängt mittlerweile auch Regenwasser von Gebäudedächern auf, um damit Kanäle zu spülen und zu reinigen und dabei auf Frischwasser zu verzichten. Der Überlauf des Regenwassertanks führt zu einer Rigole, die das Wasser nicht dem Kanal zuführt, sondern zum Bedüsen von zu verladenden staubenden Gütern verwandt wird.

Darüber hinaus hat Rhenus als Tochter der Rethmann-Gruppe ohnehin jahrelange Erfahrung darin, verschiedene Wertstoffe wie zum Beispiel Altglas im Hanauer Hafen zu sammeln und dem Wiederverwerten zuzuführen.

Rhenus-Niederlassungsleiterin Drieß-Garrecht ist sicher, dass „ohne das Projekt Ökoprofit die Mitarbeiter nicht so stark für mehr betrieblichen Umweltschutz sensibilisiert worden wären“. Auf das Hanauer Beispiel seien nun schon andere Rhenus-Niederlassungen aufmerksam geworden. Und zum ökonomischen Nutzen zähle auch, dass eine Auszeichnung als Ökoprofit-Unternehmen das Vertrauen der Kunden in Rhenus verstärke. Insofern habe sich die Ökoprofit-Zusammenarbeit mit den Städten Hanau und Bruchköbel als „äußerst dienlich“ erwiesen.

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